Literaturinfo 3/2010
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Frank Charles Bostock: The Training of Wild Animals
Watchmaker Publishing 1903, Reprint,
Der Dompteur Frank Charles Bostock (1866 – 1912) begann seine
Karriere mit 15 Jahren in der Menagerie seines Vaters, als er sah, dass ein
Dompteur die Tiere schlecht behandelte. Er übernahm die Löwengruppe und führte
sie als „Boy Trainer“ vor. Viele andere Raubtiergruppen folgten, als er 1881
die Menagerie übernahm. In seinem Buch erzählt er von Tierlehrern wie Jack Bonavita, Herman Weedon, Eduard Deyerling und Louise Morelli, von Zwischenfällen wie
Ausbrüchen und Angriffen der Tiere. Den Hauptteil bilden aber seine
Ausführungen über die Methoden der Raubtierdressur, die Risiken und
Erfordernisse an einen Dompteur.
Gisela Winkler
Von Abfaller bis Zwölferzug. Ein Wörterbuch
der Artistik, zusammengestellt von Gisela Winkler
Edition
Schwarzdruck, Berlin 2010, 143 S., Abb., ISBN 978-3-935194-33-4, 18 €
Wörterbücher sind keine Lesebücher. Und lüften doch so manches
Geheimnis. Wer beispielsweise kann auf Anhieb sagen, was Poischwingen
ist? Jeder, der ein aufgeschnapptes Fachwort falsch anwendet, blamiert sich.
Das kommt in der Presse häufig vor, insbesondere, wenn es um die unterhaltenden
Künste geht. Seit dieses Büchlein erschien, kann sich niemand mehr herausreden.
Die Autorin des produktiven Berliner Duos dachte bei ihrer aufwändigen und
akribischen Arbeit sicher nicht primär an Journalisten. Vielmehr an all jene,
die beruflich oder semiprofessionell mit der Materie befasst sind, an die
Kinderzirkusse, Artistenschulen und Projektzirkusse, an Ausbilder,
Festivalorganisatoren und Juroren, an Jongleur- und Magiervereine, Zirkus- und
Varietéfreunde, insbesondere aber an die neuen Artistengenerationen, die seit
Jahrzehnten ein solches kompaktes Nachschlagewerk vermissen, sich mit
unzeitgemäßen, teils willkürlichen Zusammenstellungen oder Werken allein zu
speziellen Fachgebieten begnügen mussten. Gisela Winkler geht es, wie deutlich
erkennbar, um eine entstaubte Handreichung aus der Praxis für die Praxis.
Bewandert in Theorie und Geschichte, erfahren in der Praxis, legt sie die Definition
von Artistik (gern verwechselt mit Akrobatik) zugrunde und spannt den Bogen der
Stichworte von Traditionellem in Zirkus und Varieté bis in die Grenzbereiche
des Sports, die immer mehr Bühne und Manege erobern. Dabei versteht sie es, die Lemma knapp und präzise zu formulieren. Definitionen von
Grundbegriffen bringt sie auf den neuesten Stand, mit geschichtlichen Anmerkungen geht sie sparsam um – dafür gibt es andere Bücher. Dass
Zirkus und Varieté als zentrale unterhaltende Künste im Mittelpunkt stehen,
versteht sich von selbst. Wobei neben Breite die Tiefe beeindruckt. Selbst die
wichtigsten Pferderassen sind vertreten. Neue Trends – Cirque Nouveau bis
beispielweise Pole Dance und New Burlesque – fehlen nicht. Winklers besonderes Augenmerk
gilt jenen Genres und Tricks, die unter der Jugend sehr verbreitet sind wie Jonglage, Einradfahren, BMX, Break Dance, Diabolo und Devilsticks,
ebenfalls Neuheiten, etwa Cyr Wheel und Poischwingen. In breit gefächerten Fachgebieten, beispielsweise
bei Jonglage und Magie, bezieht sie einzelne
Spielarten und wichtige Tricks ein.
Im Anhang werden – besonders lobenswert – ausgewählte deutsche
Fachwörter in Englisch, Französisch und Russisch wiedergegeben.
Alles das macht dieses Buch mit 143 Seiten und vielen Fotos auf
bester Papierqualität zum modernsten Wörterbuch „unserer“ Szene. Edition
Schwarzbuch Berlin ist das Erscheinen zu danken. Ein hübscher Gag übrigen
Ernst Günther
Monika Firla: Der Kameruner Artist
Hermann Kessern. Ein schwarzer Crailsheimer.
Historische
Schriftenreihe der Stadt Crailsheim, Band 9. Baier Verlag, Crailsheim 2010, 240
S., Abb., ISBN 978-3-929233-67-4, 14,90 €
Die Stadt Crailsheim kann auf eine lange Volksfest- und
Zirkustradition zurückblicken, Das „Fränkische Volksfest“ ist nach dem
„Cannstatter Wasen“ das zweitgrößte im Bundesland Baden-Württemberg und
existiert seit Mitte des 19. Jh., hier traten immer auch Artisten auf. Ein
Artist, der sechzig Jahre lang in Crailsheim ansässig war, zeichnete sich
gegenüber anderen durch seine Herkunft aus: Er stammte aus Duala in der ehemals
deutschen Kolonie Kamerun. Die Toleranz der Crailsheimer, die dank ihrer Liebe
zum Zirkus allem Exotischen gegenüber sehr aufgeschlossen sind, ermöglichte es,
dass der schwarze Mitbürger Hermann Kessern unangefochten und allgemein
geachtet von den zwanziger Jahren an bis zu seinem Tod 1981 hier leben konnte.
Unterbrochen wurde dieser Aufenthalt von Tourneen, die er mit seiner Truppe „Bonambelas“ mit Zirkussen wie Sarrasani,
Krone, Holzmüller, Heppenheimer, Althoff, Fischer
unternahm. Die Truppe zeigte vor allem Fakirarbeit, wurden aber auch als
„Indischer Akt“ annonciert.
Die Autorin Monika Firla, die sich
schon in anderen Zusammenhängen mit dem Thema „Afrikaner in Württemberg“
beschäftigt hat, zeichnet in ihrem Buch den Lebensweg des afrikanischen
Artisten in Deutschland mit vielen Details und über 800 Quellenbelegen nach und
verbindet dabei Heimat- mit Kolonial- und Zirkusgeschichte – ein interessanter,
lesenswerter Beitrag zur Kulturgeschichte.
Gisela Winkler
Harper & Brothers Publishers,
Reprint Kessinger
Publishing, Whitefish 2010, 308 S., Abb., ISBN 978-1-120207088, 30,95 €
George Conklin (1845 – 1924) arbeitete
als Löwendompteur und Elefantentrainer bei amerikanischen Zirkussen wie John
O’Brian, Cole, aber vor allem bei Barnum &
Bailey, bis er 1907 die Manege verließ.
Seine Erinnerungen vermitteln ein anschauliches Bild des
amerikanischen Zirkus in der zweiten Hälfte des 19. Jh.
Gisela Winkler
Little Hormead,
Aarvark Publishing 2010, 128 S., Abb., ISBN
978-1-872904-46-7, 25 £
Der Band vereint 250 in Farbe abgebildete englische
Zirkusplakate. Neben einigen Abbildungen aus dem 19. Jh. ,
dem Beginn des 20.Jh. und der 30er Jahre bilden Plakate der Zeit zwischen 1950
und 1960 den Hauptteil, weitere Abbildungen gelten den Zeiten zwischen 1960 und
1970 und nach 1990.
Ausgewählt wurden viele englische Zirkusse, aber auch Gastspiele
in England.
Der Band gibt einen interessanten Überblick über die Entwicklung
des Zirkusplakats in Großbritannien.
D. Winkler
Nick West: The Great
Southern Circus. The Adventure of a Lifetime
Xlibris Corp.,
Bloomington 2010, 117 S., ISBN 978-1-4500-3858-4, 19,99
$
Der “Great Southern Circus” war eines der kleineren Zirkusunternehmen,
die im 19. Jh. in den USA reisten. Der Autor schildert die Reisen dieses Zirkus
von 1859 – 1861 durch 18 Bundesstaaten, bedroht vom Bürgerkrieg und vielen
anderen Schwierigkeiten. Es ist auch die Liebesgeschichte einer jungen
Zirkusreiterin und des jungen Mannes, der sich ihretwegen dem Zirkus
anschließt, und die Geschichte der Freundschaft mit einem Schwarzen, der als
Artist mit dem Zirkus reist.
Der Autor, selbst Nachkomme dieser Zirkusfamilie, will die
Geschichte des „Orton and Older’s
Great Southern Circus“ fortsetzen.
Gisela Winkler
Tony Ratcliffe:
The Elephant
Op.cit. Ltd., Parakai (Neuseeland) 2010, 168
S., Abbt. ISBN
978-0-473-16437-9, 39,95 Neuseel.
Dollar
Der 1970 gegründete Whirling Bros. Circus war bis zu seiner kürzlich erfolgten
Einstellung der größte Reisezirkus in Neuseeland. Sein Star war der Elefant
Jumbo. Der Zirkusgründer Tony Ratcliffe beschreibt
die Geschichte seines Zirkus, seiner Artisten und Tiere.
Der gut gestaltete Band ist stark auf Fotos gestellt und
vermittelt so ein anschauliches Bild dieses Unternehmens.
Gisela Winkler
Selbstverlag,
La Rochelle 2010, 211 S., Abb.
Robert Chioru-Dolnay gründete 1955 die
Hochseiltruppe „Compagnons du Ciel“,
mit dabei waren damals Roland Schmidt und Günther Ahrens-Bergmann, später waren
auch andere Partner in der Truppe tätig. Sie bestand bis 1965.
Der Autor Luc Bucherie hat detailliert
die Geschichte der Hochseiltruppe, ihre Zusammensetzung und ihre Auftritte
recherchiert und anhand von Unterlagen, Zeitungsberichten und mit der
Unterstützung von Sonia Dolnay recherchiert.
Der Band ist mit zahlreichen Fotos illustriert.
D. Winkler
Marie Chrisostome-Gouriou:
Le cercle enchenté.
Salut aux
gens du cirque!
C’Est-Á-Dire Édition:
Saint-Michel l’Observatoire 2009, 80 S., Abb., ISBN
978-2-95275647-1, 14.- €
Unter dem Titel „Ein Gruß den Zirkusleuten!“ versammelt das
Bändchen Gedichte zum Thema Zirkus, kurze Essays und Porträtskizzen über
französische Zirkusse und Artisten.
Der Zirkus von Marie Chrisostome - das
sind Gruss, Bouglione, Zavatta und andere, das sind die Karawanen, die von den
Lastwagen gezogen, mit den Tieren und mit dem Stroh, mit den Dompteuren, mit
den Akrobaten und mit den Clowns. Das Bändchen ist eine Liebeserklärung an den
Zirkus.
Illustriert ist es mit zahlreichen Aufnahmen der Fotografin
François Xavier Émery.
D. Winkler
Didier Richard, Paule Garrigue: Le Cirque Russe en France
Èditions Édite, Paris
2010, 239 S., Abb., ISBN 978-2-846-08279-2, 28.- €
Der Band gibt einen umfassenden Überblick über alle Gastspiele
des sowjetischen bzw. des russischen Staatszirkus in Frankreich. Die Gastspiele
sind gegliedert in Hallengastspiele, die seit 1953 stattfanden, in Gastspiele
in französischen Chapiteauzirkussen und im Cirque d’Hiver. In weiteren
Abschnitten sind die russischen Teilnehmer am Festival Mondial
du Cirque in Paris und am Festival in Massy aufgeführt.
Der Band ist umfangreich illustriert mit Darbietungsfotos,
Abbildungen von Plakaten und Programmhefttiteln sowie mit Zeichnungen von
Paule Garrigue.
D. Winkler
Selbstverlag,
Barlieu 2010, 192 S., Abb., ISBN 2-9512881-7-4, 42 €
Der Autor hat in diesem Bild-Text-Band die Geschichte des Zirkus
Amar zwischen 1924 und 2010 zusammengestellt. Der
Band ist chronologisch nach Jahren gegliedert, die einzelnen Abschnitte sind
dabei thematisch auf die jeweiligen Tourneen, die Direktionen (ab den 70er
Jahren sind das u.a. Firmin
Bouglione, Carrington, die Familie Rech und bis heute
dann die Familie Falck) oder auf herausragende Akteure, wie Achille Zavatta oder Wolfgang Holzmair
orientiert.
Die Jahresabschnitte sind mit vielen, z. T. farbigen Abbildungen
von Artisten, verschiedenen Zirkusaufnahmen, Plakaten, Programmheften und
Zeitungsberichten illustriert.
D. Winkler
Jean-François Lecoutre: Le mag des vehicules & chapiteaus de cirque. Hors série Circus Krone
Selbstverlag,
Barlieu 2010, 62 S., Abb., 16 €
Der Autor und Herausgeber Jean-François Lecoutre
beabsichtigt, eine in loser Folge erscheinende Serie mit Abbildungen von
Zirkusfahrzeugen und Chapiteaus herauszugeben.
Das erste Heft gilt dem Zirkus Krone, es enthält neben einer
kurzen Einführung mit Abbildungen aus historischen Krone-Programmheften Fotos
vom Eisenbahntransport des Zirkus 1983 und Fotos von Fahrzeugen und Wagen des
Unternehmens der letzten Jahre.
D. Winkler
Walter Wettach, Grock. Das verrückte
Leben des Adrien Wettach
Verlag
Pro Libro, Luzern 2010, 95 S., Abb., ISBN
978-3-905927-00-9, 19,50 €
Von und über den Clown Adrien Wettach–Grock
gibt es zahlreiche Bücher. Sein Namensvetter Walter Wettach
hat nun basierend auf diesen Veröffentlichungen und ergänzt um eine Ahnensuche
der Wettachs eine Biografie des berühmten Schweizer
Clowns herausgegeben, die dessen Leben und künstlerische Karriere nachzeichnet.
Dabei verschweigt er nicht die problematischen Seiten Grocks. Wer vor den
umfangreichen Grock-Büchern zurückschreckt, gewinnt mit diesem Bändchen einen
Eindruck von diesem „König der Clowns“
Gisela Winkler
Reinhard Kleindl: slackline.
die kunst des modernen seiltanzens
für anfänger und fortgeschrittene
Meyer
& Meyer Verlag, Aachen 2010, 151 S., Abb., ISBN 978-3-89899-565-8, 16,95 €
Slackline, das Balancieren auf einem
flachen Band, ist zum Trendsport geworden und wird sicher auch Eingang in den
Zirkus finden, Neben den einfachen Slacklines gibt es
Longlines, die bis zu 100 m lang sein können, und Jumplines, die Sprünge ermöglichen. Als Highlines
werden sie in großer Höhe gespannt.
Der Autor erläutert die Formen der Bänder und die Techniken. Ein
Interview mit dem Schweizer Artisten David Dimitri macht die Unterschiede zum
traditionellen Seiltanz und der Hochseilakrobatik deutlich.
Das Buch ist mit zahlreichen erläutenden Farbfotos illustriert.
Gisela Winkler
Frank Bruce: Showfolk. An Oral History of a Fairground Dynasty
National
Museums Scotland, Edinburgh 2010, 228 S., Abb., ISBN 978-1-905267-45-3, 10,99 £
Die Geschichte der Schausteller- und Artistenfamilie Codona lässt sich um rund zwei Jahrhunderte
zurückverfolgen. Sie kam ursprünglich aus Italien oder Spanien, der Hauptteil
der Familie siedelte sich in Schottland an. Sie galten über Generationen hinweg
als die „Könige der Schausteller“ in Schottland. Zur Großfamilie zählten aber
auch Artisten wie die Reiterin Adelaide Codona, ihre
Enkelin Victoria als Seilläuferin und ihr Enkel Alfredo als Trapezartist.
Das Buch basiert vor allem auf Interviews mit den heute noch lebenden
Familienmitgliedern, ihren Erinnerungen an die Vorfahren und zahlreichen
Dokumenten.
Auch heute reisen Codonas als
Schausteller und setzen so die Tradition fort.
Gisela Winkler
VDM
Verlag Dr. Müller, Saarbrücken 2009, 126 S., Abb., ISBN 978-3-639-22060-5, 59.-
€
Als nach 1900 das Varieté seine Blüte erlebte, entstanden im
deutschsprachigen Raum zahlreiche Varietébühnen. Dazu zählte auch das „Apollo“-Varieté in Wien, das am 1.9.1904 eröffnet wurde.
Direktor und wenig später auch Besitzer wurde Ben Tieber,
der bereits vorher in Wien das Varieté „Colosseum“
geleitet hatte. Unter Tieber überflügelte das Apollo
bald das bis dahin bedeutendste Wiener Varieté „Ronacher“
und gehörte nun zu den führenden Häusern im deutschsprachigen Raum. Nachdem
sich Tieber 1923 aus gesundheitlichen Gründen
zurückzog, spielte man dort Theater und auch kurzzeitig wieder Varieté. 1928
wurde das Haus geschlossen und danach zum Kino umgebaut, als das es heute – in
modernisierter Form – noch immer besteht.
Sabine Claudia Tanner untersucht in ihrer Arbeit die
Baugeschichte des Hauses, geht in der Einführung aber auch auf die allgemeine
Varietégeschichte und das Programm des Hauses ein und würdigt den Direktor Ben Tieber. Die Publikation ist ein interessanter Baustein zur
Geschichte des Varietés.
Dietmar Winkler
Delia Müller: Das bittere Erbe. Erika Fuchs, Tochter des
Hellsehers Hanussen, erzählt
Verlag
Athesia Spectrum, Bozen
2006, 181 S., Abb., ISBN 978-88-6011-064-0, 3 €
Die Erinnerungen von Erika Fuchs an ihren Vater, den Hellseher
Hanussen, sind zwar bereits vor einiger Zeit erschienen, dürften aber wenig
bekannt sein.
Die Mutter, Therese Luksch, eine
Schauspielerin, heiratete 1920 Erich Steinschneider und lebte mit der Tochter
Erika in Wien. 1924 wurde die Ehe geschieden, Therese Luksch
war danach für einige Jahre mit dem Industriellen Fuchs aus der Brauereifamilie
Forst in Meran verheiratet.
Die Autorin schildert in dem Band das Leben von Erika Fuchs, dabei
sind die Erinnerungen der 1920 geborenen Erika an ihren Vater Hanussen aus der
Sicht des Kindes interessant. Beschrieben werden auch spätere Begegnungen mit
Hanussen in Meran.
Angefügt sind die Erinnerungen von Therese Fuchs gesch.
Steinschneider an Hanussen.
Dietmar Winkler
Jorge Bucay: Wie der Elefant die
Freiheit fand. Illustrationen von Gusti
Fischer
Verlag GmbH, Frankfurt a. M. 2010, unpag., Ill., ISBN
978-3-596-85417-2, 14,95 €
Das im Jahre 2008 in Buenos Aires erschienene Buch liegt jetzt
in der deutschen Übersetzung vor.
Es besticht durch die ganzseitigen, außerordentlich schönen
Illustrationen von Gusti Llimpi und durch die
Typografie.
Die auf wenige Zeilen je Seite beschränkte Geschichte erzählt
von einem Jungen, der im Zirkus einen angeketteten Elefanten sieht und erfährt,
dass der Elefant von klein auf angekettet wurde und sich nun nicht mehr seiner
Kraft bewusst ist, um die Kette auszureißen. Er wünscht sich, dass das Tier
weiter im Zirkus bleibt, aber
ohne Kette.
Kitty Jones: The Black
Circus Caravan. Der
schwarze Zirkuswagen
Tandem
Verlag GmbH, Königswinter 2010, 144 S., ISBN 978-3-833108532, 4,95 €
Die Detektiverzählung für Kinder, die ein Abenteuer im Zirkus
schildert, wurde als Lernmaterial für die englische Sprache ab 10 Jahren
bearbeitet. Der Text mit dem Grundwortschatz des 1. Lernjahres ist eine
Mischung aus deutsch und englisch. Eingearbeitet sind Übungen zur Festigung der
gelesenen englischen Wörter und Wendungen.
mingripsI Zirkus. Zehn spannende Fragen und Antworten
Contmedia Verlag
GmbH, Burg 2010, 28 S., Ill., ISBN 978-3-941497-35-1, 0,95 €
Das Bändchen im Format 10 x 10 cm erzählt eine kleine Geschichte
von La und Martin, die einen Zirkus besuchen. Auf den linken Seiten sind
jeweils Fragen aus der Geschichte zu beantworten.
Markus Osterwald: Bobo im Zirkus
Rowohlt
Taschenbuchverlag, Reinbek 2010, unpag., Ill., ISBN
978-3-499-1568-1, 4,95 €
Ein Hartbilderbuch über den Besuch des kleinen Bären Bobo im
Zirkus.
Arminio Rothstein: Toby & Tobias.
Die Abenteuer aus dem Zirkus HABAKUK
Nacherzählt von Andreas Brixler
Books on Demand GmbH, Norderstedt 2010,
132 S., ISBN 978-3-8391-0292-3, 9,90 €
Arminio Rothstein schuf für den
Österreichischen Rundfunk rund 90 Kindersendungen mit den Abenteuern des
Äffchens Tobias und des Hundes Toby.
Die Geschehnisse um den verzauberten Zirkus HABAKUK, den die beiden
wieder zum Leben erwecken, hat Andreas Brixler
nacherzählt.
Manuela Sanne, Ariane Rudolph: Tuffi – eine elefantastische
Geschichte
Edition
Köndgen, Wuppertal 2010, unpag.,
Ill., ISBN 978-3-939843-12-2, 12,95 €
Die Geschichte um den Elefanten Tuffi ist
schon fast legendär und hat sich am 21. Juni 2010 zum 60. Male gejährt.
Damals wollte Franz Althoff mit dem
kleinen Elefanten als Reklamegag mit der Wuppertaler Schwebebahn fahren. Tuffi erschreckte sich jedoch und sprang aus der Bahn in
die Wupper, dabei blieb sie zum Glück unverletzt.
Manuela Sanne hat die Geschichte in
Verse gefasst und Ariane Rudolph dazu entsprechende Illustrationen geschaffen.
Helge Glatzel-Poch: Zirkus. Malbuch ab
5
München,
arsEdition GmbH 2010, ISBN 978-3-7607-5269-3, 2,50 €
Malbuch mit ganzseitigen Zirkusmotiven
Xavier Deneux: Mein allererstes
Zirkusbuch
BV
Berlin Verlag GmbH, Berlin 2010, unpag., Ill., ISBN
978-3-8270-5377-0, 8,90 €
Ein sehr schönes Hartbilderbuch mit Zirkusmotiven.
Kunterbunter Spielspaß mit Pippi im Zirkus
Verlag
Friedrich Oetinger, Hamburg 2010, unpag.,
Ill., ISBN 978-3-7891-1797-8, 4,95 €
Die Figur der Pippi Langstrumpf führt in diesem
Beschäftigungsbuch für Kinder ab 5 Jahren durch den Zirkus, dabei sind
Gedächtnisaufgaben zu lösen oder Figuren auszumalen.
Carmen Kofler, Evi Gasser:
Ratzifatti Manderlatti. Das
Märchen von Clown Manderlatti, Zauberer Sims und
Prinzessin Hannah
Spectrum/Athesia AG, Bozen 2009, 47 S., Ill,
mit Spiel & Bastel-Heft, 35 S., Ill.,
ISBN
978-88-6011-141-8, 19,90 €
Clown Manderlatti ist so ungeschickt,
dass ihn der Zirkusdirektor hinauswirft. Manderlatti
macht sich auf den Weg, erlebt viele Abenteuer und trifft neue Freunde.
Dem großflächig illustrierten Buch ist ein Spiel- und Bastelheft
beigegeben, das Anleitungen zum Basteln der Figuren aus dem Buch, zu kleinen
Jonglierübungen und Zaubertricks gibt.
Dietmar Winkler